Stundenreport
Der Stundenreport ist die einzige Rechenmaschine für Minuten. Lohn, Rechnung und Controlling lesen alle aus derselben Quelle.
Voraussetzungen
- Schichten geplant
- Zeiterfassung im Einsatz
Die drei Zeiten
Jede Zeile zeigt drei Werte, die man auseinanderhalten muss:
- Planzeit: die geplante Schichtdauer abzüglich der am Dienst gepflegten Pause.
- Ist-Zeit: vom Check-in bis zum Check-out. Fehlt der Check-out, wird bis zum Schichtende gerechnet, höchstens bis jetzt. Die Pause wird von der Ist-Zeit nicht abgezogen.
- Anrechenbar: die Zahl, die zählt. Sie ist die Grundlage für Lohn und Rechnung.

Wie die anrechenbare Zeit entsteht
Abgerechnet wird grundsätzlich die Planzeit, nicht die gestempelte Zeit. Daraus folgen drei Dinge, die in der Praxis regelmäßig für Rückfragen sorgen:
- Wer länger bleibt, bekommt die Mehrzeit erst nach einer Freigabe angerechnet.
- Wer früher geht, wird trotzdem zur Planzeit abgerechnet. Minuszeit senkt die anrechenbare Zeit nicht.
- Wer gar nicht eincheckt, wird ebenfalls zur Planzeit abgerechnet. Die Zeile erscheint allerdings erst nach Schichtende.
Eine Ausnahme gibt es: endet eine Schicht vorzeitig, weil sich die Kraft krank meldet, entsteht ungedeckte Zeit. Die zählt erst nach eigener Freigabe, siehe unten.
Zeitrundung
Auf Wunsch wird die anrechenbare Zeit auf ein Raster gerundet. Einzustellen unter Einstellungen, Karte Berechnungsverhalten: Raster 5, 10, 15 oder 30 Minuten, Richtung kaufmännisch, abrunden oder aufrunden.
Gerundet wird genau einmal, an einer einzigen Stelle in der Stundenrechnung. Report, Lohn, Auswertung und Arbeitszeitkonto lesen deshalb dieselbe Zahl.
Betroffen sind nur Zeilen mit vollständigem Stempelpaar. Zeilen, die nach Plan abgerechnet werden, laufende Schichten und Zeilen ohne Check-out bleiben minutengenau.
Im Auslieferungszustand ist die Rundung aus, es wird minutengenau gerechnet. Raster und Richtung lassen sich nur gemeinsam setzen oder gemeinsam leeren.
Zeiten aus einer CSV übernehmen
Kommen die Ist-Zeiten aus einer Stempeluhr oder einem Fremdsystem, lassen sie sich über „Zeiten importieren" im Stundenreport einlesen.
Die Datei braucht die Kopfzeile personalnummer;datum;von;bis, Komma als Trenner wird auch erkannt. Datum als TT.MM.JJJJ oder JJJJ-MM-TT, Uhrzeit als HH:MM. Ist die Endzeit kleiner oder gleich der Startzeit, gilt sie als Folgetag. Eine vorhandene Spalte „pause“ wird bewusst ignoriert und je Zeile quittiert.
Zuerst kommt eine Vorschau, die nichts schreibt. Je Zeile steht dort ein Status: Bereit, Kein Treffer, Mehrdeutig, Außerhalb der Grenzen, Gesperrt oder Fehlerhaft. Zugeordnet wird über Personalnummer und Starttag, mehrere Zuweisungen am selben Tag ergeben „Mehrdeutig“.
Der Import prüft genau dieselben Regeln wie die Handeingabe, es gelten also dieselben Grenzen: höchstens 24 Stunden Spanne, Check-in höchstens 12 Stunden vor Planstart, Check-out höchstens 12 Stunden nach Planende. Ein abgeschlossener Monat ergibt „Gesperrt“ statt eines Abbruchs. Beim Anwenden wird jede Zeile erneut geprüft, nicht die Vorschau blind übernommen.
Die Datei darf 1 MB groß sein.
Überstunden freigeben
Mehrzeit gegenüber dem Plan steht zunächst in Klammern als „offen" und zählt in keiner Summe. Ein Klick auf „Freigeben" macht sie anrechenbar, ein zweiter nimmt die Freigabe zurück.
Jede Freigabe und jede Rücknahme landet im Protokoll. Da die anrechenbare Zeit zugleich Lohn- und Rechnungsbasis ist, bewegt ein Klick im Stundenreport beides gleichzeitig.
Alle sichtbaren freigeben erledigt den ganzen gefilterten Zeitraum auf einmal, auch bei mehreren Hundert Einsätzen. Die Freigabe läuft dabei in Paketen, du siehst nur das Ergebnis.

Ungedeckte Zeit
Meldet sich eine Kraft während der Schicht krank und übernimmt eine Ersatzkraft, wird der Posten geteilt. Checkt die Ersatzkraft verspätet ein, bleibt eine Lücke.
Diese Minuten werden nicht stillschweigend abgerechnet. Sie erscheinen als Kennzeichen „Ungedeckt" und brauchen wie eine Überstunde eine ausdrückliche Freigabe. Nur die krank beendete Zeile eines mehrfach besetzten Postens kann ungedeckte Zeit tragen.
Abgleich und Kennzeichen
Je Einsatz gibt es einen Freigabe-Status, offen oder freigegeben, dazu Kennzeichen wie „Check-in fehlt", „Check-out fehlt", „Abweichung" und „Überstunde offen". Das Abweichungs-Kennzeichen erscheint ab mehr als 15 Minuten Unterschied zwischen Plan und Ist.
Freigeben lässt sich nur ein abgeschlossener Einsatz, also einer mit Check-out oder mit dem Status „nicht angetreten“ beziehungsweise „abgelehnt“. Für Zeilen ohne Check-out gibt es einen ausdrücklichen Sonderweg, der die Planstunden freigibt und dabei bewusst keinen Zeitstempel erfindet.
Die Summen werden immer über den vollständigen Zeilensatz gebildet, auch wenn oben „nur offene" gefiltert ist.

Filter durchsuchen
Die Filter für Kraft, Objekt und Kunde sind Suchfelder: tippen, aus den Vorschlägen wählen, fertig. Gefiltert wird erst durch eine gewählte Person beziehungsweise einen gewählten Eintrag, ein bloßes Textfragment verändert den Report nicht. Feld leeren entfernt den Filter.
Die Vorschläge kommen aus dem gesamten Bestand, auch bei sehr vielen Kräften, Objekten oder Kunden findet die Suche jeden Eintrag.
Passt dazu
- ZeiterfassungKräfte stempeln in der App, nicht im Cockpit. Der Server prüft dabei den Standort und schreibt den Zeitstempel.
- Lohn und ZuschlägeBalerion Security rechnet den Bruttolohn und die steuerfreien Zuschläge. Lohnsteuer, Sozialversicherung und Netto macht das Lohnbüro.
- Faktura und ControllingAus geprüften Stunden wird ein Rechnungsentwurf. Welcher Stundensatz greift, hängt davon ab, wo du ihn gepflegt hast.
Aktualisiert am: 03.09.2026