Glossary
Glossary for security services.
The key terms relating to scheduling, working time, guarding and compliance in the security industry, clearly explained and grounded in practice.
A
- AlarmaufschaltungDie technische Anbindung einer Alarmanlage an eine Leitstelle, damit ausgelöste Alarme dort auflaufen und bearbeitet werden.
- Arbeitszeitgesetz (ArbZG)Das deutsche Gesetz, das Höchstarbeitszeit, Pausen und Ruhezeiten regelt, im Wachdienst wegen langer Schichten und Nachtdiensten besonders heikel.
- ArbeitszeitkontoEin Konto, auf dem Plus- und Minusstunden gegenüber der vertraglichen Arbeitszeit geführt und später ausgeglichen werden.
- Auftragsverarbeitung (AVV)Der nach Art. 28 DSGVO vorgeschriebene Vertrag, wenn ein Dienstleister personenbezogene Daten im Auftrag eines Verantwortlichen verarbeitet.
- AusfallmanagementDer geordnete Ablauf von der Krankmeldung bis zur wiederbesetzten Schicht, im Sicherheitsgewerbe der teuerste Alltagsvorgang der Disposition.
B
- BewacherausweisDer Ausweis, den Wachpersonen im Dienst mitführen und auf Verlangen vorzeigen müssen, mit Bewacher-ID aus dem Register.
- BewacherregisterDas bundesweite Register, in dem Bewachungsunternehmen und ihr Wachpersonal erfasst und Qualifikation sowie Zuverlässigkeit hinterlegt sind.
- Bewachungsverordnung (BewachV)Die Verordnung, die die Pflichten von Bewachungsunternehmen konkretisiert, von Haftpflicht über Dienstanweisung bis zur Qualifikation des Personals.
- BrandschutzhelferBeschäftigte, die im Brandfall Erstmaßnahmen ergreifen und die Räumung unterstützen, häufig eine Zusatzqualifikation im Wachdienst.
C
D
- DATEV-ExportDie Übergabe der abrechnungsrelevanten Lohndaten in einem Format, das das Steuerbüro direkt in DATEV einlesen kann.
- DienstanweisungDie objektbezogene schriftliche Anweisung, die festlegt, welche Aufgaben eine Wachperson vor Ort wie zu erfüllen hat.
- Dienstplan (Sicherheitsdienst)Der Plan, der festlegt, welche Kraft wann an welchem Objekt Dienst hat, im Wachgewerbe wegen 24/7-Betrieb und ArbZG besonders anspruchsvoll.
- Digitales WachbuchDie revisionssichere, chronologische Dokumentation aller Vorkommnisse während eines Wachdienstes, digital statt Papier.
- DoppelbuchungDie versehentliche Zuweisung derselben Kraft auf zwei sich zeitlich überschneidende Schichten, ein häufiger Planungsfehler bei mehreren Objekten.
E
F
G
- Geld- und WerttransportDer Transport von Bargeld und Wertgegenständen durch spezialisierte Sicherheitsunternehmen, mit erhöhten Anforderungen an Personal und Technik.
- Geofencing (Zeiterfassung)Ein virtueller Radius um ein Objekt, in dem Kräfte per App ein- und ausstempeln, DSGVO-konform als einzelnes Check-in-Ereignis, nicht als Dauerortung.
H
I
J
K
- KI-ErsatzagentEin Software-Agent, der bei Schichtausfall selbstständig qualifizierte Ersatzkräfte auswählt und der Reihe nach kontaktiert, bis eine Zusage vorliegt.
- Kontrollpunkt (NFC/QR)Ein physischer Prüfpunkt, der beim Rundgang per NFC oder QR gescannt wird und mit Zeitstempel belegt, dass er tatsächlich abgegangen wurde.
L
M
N
- NachtarbeitArbeit in der Zeit zwischen 23 und 6 Uhr, im Sicherheitsgewerbe der Regelfall und mit besonderen Schutzvorschriften verbunden.
- Notruf- und Serviceleitstelle (NSL)Die zertifizierte Leitstelle (DIN EN 50518), die Alarme aufschaltet, bewertet und den Interventions- oder Rettungseinsatz auslöst.
O
P
Q
R
- RevierdienstMobile Bestreifung mehrerer Objekte in einem festgelegten Revier durch dieselbe Kraft, kostengünstiger als eine feste Besetzung je Objekt.
- RufbereitschaftDas Bereithalten für einen möglichen Einsatz, ohne am Arbeitsplatz zu sein, arbeitszeitrechtlich anders zu bewerten als Bereitschaftsdienst.
- Ruhezeit nach § 5 ArbZGDie gesetzlich vorgeschriebene ununterbrochene Ruhe von mindestens 11 Stunden zwischen dem Ende einer Schicht und dem Beginn der nächsten.
- RundgangskontrolleDas systematische Abgehen festgelegter Kontrollpunkte in vorgegebener Reihenfolge und Zeit, der eigentliche Kontrollgang im Wachdienst.
S
- Sachkundeprüfung nach § 34a GewODie IHK-Pflichtqualifikation für bestimmte Bewachungstätigkeiten wie Türsteher, City-Streife oder Ladendetektiv.
- SchichtausfallEine geplante Schicht, die von der eingeteilten Kraft nicht angetreten wird, etwa wegen Krankheit, Absage oder Nichterscheinen.
- SchichtbörseEin Verfahren, offene Schichten an verfügbare Kräfte auszuschreiben, statt sie einzeln telefonisch zu besetzen.
- SchichtplanDie zeitliche Einteilung der Arbeit in Schichten (Früh, Spät, Nacht), Grundlage für Besetzung, Zuschläge und Arbeitszeit-Compliance.
- SchlüsselverwaltungDie dokumentierte Ausgabe, Rücknahme und Aufbewahrung von Objektschlüsseln, ein haftungsrelevanter Teil des Wachdienstes.
- SeparatwachdienstDie Bewachung eines Objekts durch eine fest und ausschließlich diesem Objekt zugeordnete Kraft, das Gegenstück zum Revierdienst.
- SFN-Zuschläge (§ 3b EStG)Steuerfreie Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit, im 24/7-Wachdienst ein großer Teil der Vergütung.
- StreifendienstMobile Präsenz durch Bestreifung eines Bereichs oder Geländes, zu Fuß oder mit Fahrzeug, oft mit Kontrollpunkten und Rundgängen.
T
U
- Unterrichtung nach § 34a GewODie 40-stündige IHK-Unterrichtung als Basisqualifikation für einfache Bewachungstätigkeiten, die kleinere Schwester der Sachkundeprüfung.
- Urlaubsplanung im SchichtbetriebDie Abstimmung von Urlaubswünschen mit der durchgehenden Besetzung von Objekten, im 24/7-Betrieb ein Dauerthema.
V
W
Z
- Zeiterfassung im SicherheitsdienstDie verpflichtende Erfassung der Arbeitszeit, im Wachgewerbe meist mobil und geofenced, weil an wechselnden Objekten gearbeitet wird.
- ZuverlässigkeitsüberprüfungDie behördliche Prüfung, ob eine Person für Bewachungsaufgaben zuverlässig ist, Voraussetzung für die Eintragung ins Bewacherregister.